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Im letzten Teil unserer Serie „Wie analysiere ich meine Homepage“ zeigen wir Möglichkeiten auf, mit denen Sie Ihr Zielgruppen Targeting messen und verbessern können.

Zielgruppen Targeting

Gute Zahlen bei Clicks und Visits sowie ein gutes Google-Ranking reichen alleine aber noch nicht aus um eine rundum optimierte Webseite aufzubauen. Das Angebot der Webseite, ganz gleich ob es nun um Informationen und Awareness, Leads und Sales oder sonstige Conversions geht, ist an Ihre Zielgruppe gerichtet. Der gesamte Aufwand der Webseiten-Optimierung und Analytics ist deshalb darauf angewiesen, dass Sie regelmäßig das Zielgruppen Targeting überprüfen. Durch ordentliches SEO und die passenden Keywords machen Sie hier einen Großteil schon richtig. Dennoch sollte immer wieder überprüft werden, wie Besucher zu Ihnen auf die Webseite finden – und wer diese Besucher sind. Sind sie Teil der Zielgruppe, ist es außerdem hilfreich zu rekonstruieren, nach welchen Informationen sie gesucht haben, ob es sich um wiederkehrende Besucher handelt und wie sie sich auf der Webseite verhalten.

Wie kann das Zielgruppen Targeting gemessen werden?

Der Bereich Zielgruppe in Google Analytics liefert bereits eine Menge Informationen zu demographischen Merkmalen, Interessen und dem Verhalten der Besucher Ihrer Webseite. Einige dieser Kennwerte haben wir in Teil 3 zu Clicks und in Teil 4 zu Loyalität bereits besprochen. Dazu gehören zum Beispiel Klickraten und Besucherverhalten, das sich in Absprungraten, wiederkehrenden Besucherzahlen oder Conversions messen lässt. Besonders relevant sind darüber hinaus die Informationen darüber, wie Besucher den Weg zur Webseite finden. Diese lassen sich im Bereich Akquisition in Google Analytics aufrufen. Dort sind die Besucherquellen der Webseite angegeben. Es finden sich Angaben über die Anzahl jener Besucher, die über organische Suchergebnisse (Organic Search) zur Webseite gelangt sind – also keine Werbeeinblendungen oder sonstige Einblendungen aus bezahlter Reichweite angeklickt haben. In diesem Bereich lassen sich auch die Suchbegriffe und Suchanfragen nachlesen, mit denen Besucher zu Ihrer Webseite gefunden haben. Stimmen diese mit den Zielsetzungen aus dem SEO überein? Sind die Keywords korrekt wie von Ihnen definiert? Dann sind die Chancen hoch, dass Ihre Ausrichtung auf die Zielgruppen stimmt. Außerdem lassen sich Trends über längere Zeiträume erkennen. Um zu checken ob die gesamte Breite der Zielgruppen einbezogen wird, sollten Sie sorgfältig die Zahlen und häufigen Keywords mit Ihren Kampagnenzielen oder Webseitenzielen vergleichen und auch zuvor definierte Keywords überprüfen. Sind starke Abweichungen vorhanden, sollten Sie sich auf die Suche nach den Ursachen machen. Eventuell bedeutet dies ungenutztes Potential in der Adressierung von Zielgruppen insbesondere in bisher ungenutzten Nischen. In einer weiteren Oberfläche können Sie sich den Anteil der Besucher anzeigen lassen, die von Ihrem Newsletter zur Seite gekommen sind. So haben Sie auch die Besucherzahlen im Blick, die durch Ihre Newsletter Kampagne generiert werden. Das ist besonders hilfreich, weil sie mit dem Newsletter mittel- bis langfristig eine wiederkehrende Audience aufbauen können.
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Mit Beifang muss gerechnet werden

Wenn Sie auf der Webseite selbst Conversions generieren, dann können Sie außerdem selbst auswerten, ob die registrierten Nutzer oder Web-Leads zu den definierten Zielgruppen gehören. Dies ist im weiteren Verlauf durch Nurturing und die spezifische Nachbearbeitung der Kontakte die genaueste Methode um das Zielgruppen Targeting zu analysieren. Wichtig ist neben demographischen Werten und den Interessen auch Ihre individuell definierten Zielgruppenfaktoren miteinzubeziehen, beispielsweise die Kaufabsicht. Haben Sie viele Besucher ohne spezifische Zielgruppenzugehörigkeit, so könnte das Zielgruppen Targeting langfristig Probleme machen. Klar ist, dass eine gewisse Menge „Beifang“ immer auf die unterschiedlichsten Weisen auf Ihre Webseite finden wird. Das bedeutet, dass auch Besucher auf der Webseite unterwegs sind oder sich gar registrieren, die nicht zu Ihrer Zielgruppe gehören oder an die Sie nichts verkaufen können. Das ist zunächst völlig normal und unproblematisch, solange die definierten Zielgruppen eindeutig überwiegen und der Streuverlust nicht zum Effizienz-Problem wird. Gerade aber, wenn Sie Registrierungen herbeiführen wollen, E-Mail-Marketing betreiben oder Downloads zur Leadgenerierung anbieten, ist wirkungsvolles Zielgruppen Targeting auch ein wichtiger Effizienzfaktor. Wird der Beifang zum Problem oder haben Sie gar das Gefühl Ihre Zielgruppen werden nicht ausreichend oder in voller Breite adressiert lohnt sich auch ein umfangreicher Entwurf der Buyer Persona. Welche Bedürfnisse stehen bei dieser Persona im Vordergrund? Wie geht die Buyer Persona vor um nach Informationen zu suchen? Als Webseitenbetreiber haben Sie hier eine breite Palette an Tools zur Hand, um sich bereits früh in der Customer Journey einzuschalten und Awareness zu generieren. Schauen Sie dafür noch einmal in den ersten Beitrag unserer Serie zum Thema SEO und Content.

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