Was war eigentlich zuerst da? Die Story oder die Marke? Oftmals kann man das nicht so genau erkennen und meist ist das auch so gewollt. Je konsistenter und authentischer die Story erzählt wird, je mehr die Konsumenten sie als natürlichen Teil der Markenkommunikation akzeptieren, desto besser funktioniert das Storytelling.

Authentische Stories machen das Rennen

Denken Sie beispielsweise an die ersten Computerfirmen und Softwaregiganten aus den USA: Hewlett-Packard, ein altes Garagen-Bastelprojekt. Apple, ein Mythos aus der Apfelkiste. Hier verleiht die Entstehungsgeschichte, eine interessante Story, der Marke einen authentischen und emotional erlebbaren Charakter. Heute gehört Storytelling im Content mehr denn je zu einer aktiven Marketinggestaltung und zwar über jegliche Branchen hinweg. Kennen Sie Ben und Jerry, die beiden Eishändler? Die Gründer der bekannten Edelmarke für Eiscreme gibt es tatsächlich. Denn zu einer authentischen Story gehört eben ein bisschen Wahrheit dazu. Doch ob Ben’s & Jerry’s Leben wirklich „nicht fair“ war, wie die Marke selbstironisch in der Werbung für die FairTrade Produktsparte beschreibt – wir wissen es nicht. Die Geschichte über den misslungenen Cookie-Teig und den abgebrannten Eiswagen, sie erscheint passend.

Storytelling: Mehr als Geschichten erzählen

Menschen lieben es, Geschichten zu erzählen, ob wahr oder unwahr, zurechtgebogen oder realitätsnah. Menschen brauchen Helden und sie sind immer auf der Suche nach wahren Gefühlen. Aber gutes Storytelling kann mehr als nur Emotionen wecken. Richtig angewandt kann es einen messbaren Beitrag zum Erfolg eines Unternehmens leisten. Gelingt es, Storytelling in Instrumenten zu implizieren, die die verschiedenen Phasen der Customer Journey adressieren, kann es einen wertvollen Beitrag dazu leisten, den Interessenten zum Kunden zu machen. Der Erfolg des Prinzips „Storytelling“ liegt auch in der veränderten Kommunikationswelt, in der Marken sich zurechtfinden müssen. Word-of-Mouth, Social Sharing, und ganz grundsätzlich die Kommunikation über digitale und interaktive Soziale Medien, erfordern nicht nur andere Strategien, sondern schaffen auch mehr Raum für eine sehr konsumentenorientierte Kommunikation.
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"Die Content-Marketing-Lüge"

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Durchgängige Botschaften erhöhen die Glaubwürdigkeit

Viele Marken machen sich Storytelling zu Nutze und kreieren damit bewegende Botschaften an ihre Zielgruppen.
Das muss nicht immer kompliziert und aufwendig geplant sein. Seitenbacher hat es vorgemacht: Um Geld zu sparen hat der Müslihändler Willi Pfannenschwarz die Radiowerbung für sein Unternehmen einfach selbst gesprochen.
Gesprochen mit dessen breitem schwäbischen Akzent ist sie nicht nur allen bekannt, sondern längst zum Kult geworden. Ob Glück oder eine ausgefuchste Marketingidee, das Ergebnis zählt. Und das ist ein gutes, denn die Story ist konsistent, die Konsumenten glauben sie, das Unternehmen wirkt sympathisch. Storytelling kann dabei in vielerlei Content-Formaten auftreten und wird im besten Fall ohnehin auf alle genutzten Kanäle angewandt, das heißt visuell, auditiv und audiovisell, in Textbeiträgen und dem physischen Markenauftritt. Je durchgängiger, desto besser, denn auch damit steigt die Glaubwürdigkeit und letztlich auch der Wiedererkennungswert.

Strategien für Ihr Storytelling im Content Marketing

Unternehmen, die gerne Storytelling einsetzen möchten, sollten sich zuvor über Werte, Emotionen und Storys klarwerden, die bereits mit der Marke verknüpft sind oder innerhalb des Unternehmens existieren, aber noch nicht ausreichend kommuniziert werden. So ist es oftmals nicht notwendig eine Story aus wünschenswerten Marketing-Faktoren zu konstruieren. Vielmehr empfiehlt es sich vorhandene Bestandteile und vergangene Strategien aufzugreifen, zu bewerten und miteinander zu verknüpfen – in einem Erscheinungsbild, dessen Grundbotschaft der Marke entspricht und die Marketingbotschaft aufgreift.

Dabei sollten folgende Aspekte adressiert werden:

    Wie denken Konsumenten über die Marke, beziehungsweise
    welches Denkmuster ist erwünscht?

    Wie fühlen Konsumenten bezüglich der Marke, beziehungsweise
    welche Gefühle sollen hervorgerufen werden?

    Welches Verhalten ist an die Marke geknüpft oder soll mit der Marke
    verknüpft werden?

    Gibt es einen Lifestyle, der die Zielgruppe eint oder einen Lifestyle,
    den die Marke propagieren möchte?

Sind diese Faktoren bestimmt, können die einzelnen Aspekte miteinander verbunden werden. Dabei darf die Fantasie zunächst einmal nicht begrenzt sein – prüfen Sie hinterher, wie die Story auf andere wirkt, ob sie zum Unternehmen passt und wie sie interpretiert wird. Sein Sie mutig und denken Sie um die Ecke. Wichtig ist, dass Ihre Story das Publikum bewegt.

Haben Sie all diese Faktoren beachtet? Perfekt. Sie wissen ja, wie gute Geschichten enden…

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#Content Marketing #Storytelling

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