Virtual Reality (VR) ist DER Marketing-Trend in 2017.
Aber was bedeutet VR und wie lässt es sich für das eigene Content Marketing nutzen?

Immer mehr Konsumenten wollen es. Klar, denn es ist der Traum, den viele bereits als Kind hegten:
Die Flucht in Fantasiewelten – und zwar nicht in 2D sondern in 3D! So, als wäre man selbst Teil des Geschehens. Die Rede ist von Virtual Reality (VR), mit dem sich in andere Welten abtauchen lässt. Marketing-Experten gehen davon aus, dass VR der große Trend in diesem Jahr sein wird – und bisher scheinen sie Recht zu behalten.

Abtauchen in die VR

Die meisten VR-Brillen verfügen über ein integriertes Display, welches über eine Verbindung zum PC die virtuelle Welt erzeugt. Alternativ gibt es VR-Brillen, die als Halterung für das Smartphone dienen, welches mittels einer App Bilder generiert, die für den Nutzer die virtuelle Realität erzeugen. Für den Betrachter ermöglichen die Brillen einen Rundumblick, 360 Grad, in alle Richtungen. Je nach Kopfbewegung oder sogar Laufbewegungen kann man sich so in der virtuell projizierten Welt zurechtfinden. Es ist wie Fernsehen, aber ohne starres Bild und mit eigener Entscheidungsfähigkeit, was gerade erkundet werden soll. In den letzten ein bis zwei Jahren wurde VR immer populärer und auch erschwinglicher. Viele Hersteller bieten die Brillengestelle für das Smartphone für wenig Geld mit vernünftiger Qualität, beispielsweise das Oculus Rift, HTC Vive oder Samsung’s Gear VR. Dazu kommen auch die neuen Google Pixel-Geräte und Sony’s Playstation VR. Für Unternehmen ist VR besonders spannend im Marketing, denn es bietet nicht nur den Thrill einer abenteuerlichen Entdeckungsreise, sondern gleichzeitig auch eine außergewöhnliche Möglichkeit, audiovisuelle Inhalte zu präsentieren.

Betrachter werden Teil der virtuellen Welt

Anders als in üblichen Kanälen wie Social Media oder klassischen Medien wie TV, Radio und Co. wird der Zuschauer bei VR von der realen Außenwelt vorübergehend weitgehend abgeschirmt und in die virtuelle Welt eingebunden: die Bewegungen, Blicke und der Erkundungsdrang beeinflussen letztendlich das Erlebnis. Aus Marketing-Sicht sind das optimale Voraussetzungen, um Botschaften zu transportieren und zu verankern. VR ist ein neues Medium, das die Emotionen schnell berühren kann, denn es wird nicht nur passiv, sondern aktiv konsumiert. Die Aktion des Betrachters ist ausschlaggebend für dessen Erfahrung und Wahrnehmung.

Effekthascherei reicht nicht aus

Immer mehr Unternehmen springen nun auf den Zug auf und versuchen die neu gewachsenen Chancen mit VR für sich zu nutzen. Doch das neue Medium ist nicht gleichermaßen für alle Projekte geeignet – in erster Linie wegen der hohen Kosten. Wichtig ist außerdem die Markenbotschaft konsistent und kohärent zu transportieren und sich dabei nicht im Medium zu verlieren. Da VR allein schon etwas Neuartiges, Bezauberndes an sich hat, besteht die Gefahr zu sehr auf die Wirkkraft der Brille zu setzen – doch das ist zu kurz gedacht.
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Schnell wird der Gebrauch von VR-Brillen zur Normalität werden und das allgemeine Staunen über das Wandeln in der digitalen Welt auch etwas nachlassen. Echte Werte und Emotionen einer Marke müssen nachhaltig transportiert werden – in gut produzierten und geschriebenen Filmen wie auch außerhalb der virtuellen Welt. Kostengünstig ist der Spaß für Marketing in der Zweitwelt allerdings nicht: Eine VR-Kampagne kann je nach Umfang zwischen 50.000 und 150.000 Euro kosten. Statt Effekthascherei setzen gute VR-Kampagnen deshalb auf Strategien, die langfristig wirken sollen. Oftmals wird VR außerdem bei Produktpräsentationen eingesetzt, auf Messen oder bei Special Events. Das hat den Vorteil, dass die technisch notwendigen Brillen gestellt werden können und so auch Besucher ohne entsprechende Endgeräte oder Kenntnisse zur Zielgruppe werden können.

Best Practice

Clevere Ideen für VR-Marketing sind durchaus schon auf dem Markt zu finden. So baute beispielsweise der internationale Hotelgigant Marriott direkt vor dem New Yorker Standesamt eine Teleportations-Maschine auf. Frisch verheiratete Paare, die aus dem Standesamt kommen, konnten in die Maschine steigen und wurden auf eine virtuelle Hochzeitsreise an traumhafte Reiseziele „teleportiert“. Die VR-Erfahrung macht’s möglich: Die Teilnehmer tauchen dabei komplett in eine andere Welt ein und können den neuen Ort selbst erkunden. Kein Wunder auch, dass die meisten von ihnen direkt im Marriott Hotel ihrer Reisedestination gelandet sind – eine geniale Marketing Idee mit großem Spaßfaktor für alle Teilnehmenden.

Ob eine virtuelle Führung durch die Räumlichkeiten des potenziell nächsten Arbeitgebers oder ein kritischer 360-Grad-Blick auf die neue Einbauküche: Mit realitätsnahen Simulationen liefert VR dem Konsumenten hilfreiche Erkenntnisse anstehende Entscheidungen. Was am Ende zählt, ist das Nutzerlerlebnis – eine unvergessliche Customer Experience.

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#Digitales Marketing #Virtual Reality #VR

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