Datenschutz in sozialen Netzwerken

Datenschutz in sozialen Netzwerken

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01. Jun 2018

Die neue EUDatenschutzGrundverordnung (EUDSGVO), die ab 25. Mai 2018 gültig ist, hat auch auf den Datenschutz in sozialen Netzwerken einen Einfluss. Erfahren Sie in diesem Blogbeitrag, wie sie das Social Media Marketing beeinflusst und, ob die Datenschutznovelle den Social Plugins einen Riegel vorschiebt.

Mit der EU-Datenschutznovelle, die im Mai diesen Jahres in Kraft treten wird, hat die EU geltende Datenschutzbestimmungen maßgeblich verschärft und neue Regelungen eingeführt. Für Unternehmen bedeutet das eine Umstellung, da alle datenverarbeitenden Aktivitäten ab dem Stichtag absolut konform mit der neuen Regelung sein müssen.

Neue Datenschutzregelung sorgt für Aufregung

Viele Marketer fürchten, dass die Datenschutznovelle bisherige besonders hilfreiche Marketingpraktiken verbietet oder extrem verkompliziert, zum Beispiel die Nutzung von Social Media Plugins auf Webseiten. Plugins, wie beispielsweise Social Media Buttons erleichtern die Verbreitung von Inhalten auf sozialen Netzwerken durch die Nutzer. Doch die Plugins sind auch für die Betreiber von sozialen Netzwerken wichtig, denn sie sammeln Informationen über Webseitenbesucher. Das ist auch dann möglich, wenn der Besucher sich gar nicht registriert hat oder nicht in seinem Account eingeloggt ist.

Durch das Sammeln von Verlaufsdaten und dem Beobachten des Surfverhaltens, werden so beispielsweise Werbeanzeigen angepasst, die dem Nutzer später angezeigt werden. Kurzum: Facebook, Twitter und Co wissen immer Bescheid über das Nutzerverhalten, denn über die Social Media Plugins erhalten sie viele Nutzerdaten zugesendet – und zwar ohne, dass dies eine vorherige Zustimmung erfordert.

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Mehr Vertrauen und eindeutige Zuständigkeiten schaffen

Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Plugins bereits nach aktuell geltendem Datenschutzrecht nicht absolut einwandfrei arbeiten. Derzeit läuft deshalb auch ein Prüfungsverfahren, das entscheiden soll, ob nicht die Betreiber einer Webseite selbst in der Verantwortung stehen und demnach die Einbindung von Plugins unterlassen müssen. Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes zu diesem Vorgang steht noch aus – solange wird die Unklarheit bleiben.

Dazu kommt außerdem eine neue verschärfte Richtlinie ab Mai 2018, die wesentlich mehr Klarheit hinsichtlich der Verantwortungen bei der Datenverarbeitung vorsieht und außerdem ausdrücklich die Zustimmung zum Sammeln und Verarbeitung der Nutzerdaten von Nutzern fordert. Für das Social Media Marketing in vielen Unternehmen bedeutet das vor allem eine gründliche Revision selbst kleiner Marketingmodule wie zum Beispiel den Buttons. Gleichzeitig bieten die neuen Vorschriften aber auch eine gute Gelegenheit, mehr Vertrauen und klare Verantwortungen zu schaffen. Webseiten-Betreiber sollten deshalb vorsorgen, um sich datenschutzrechtlich sicher für die Zukunft aufzustellen. Die beiden beliebtesten Möglichkeiten heißen Zwei-Klick-Lösung und Shariff-Button.

Nutzer selbst sollen Social Media Plugins aktivieren

Bei der Zwei-Klick-Variante wird ein Opt-In des Webseitenbesuchers eingeholt. Dabei sind die Social Media Buttons grundsätzlich deaktiviert und müssen von einem Nutzer erst durch einen Klick aktiviert werden. So entscheiden die jeweiligen Besucher selbst, ob sie den Social Media Button nutzen und geben damit die Zustimmung zur Übermittlung ihrer Daten, wie IP-Adresse und Surfverlauf.

Eine andere Möglichkeit, die sogenannten Shariff-Buttons, sind einfache HTML-Webseitenlinks, die nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren. Auch hier werden die Nutzer direkt aufgefordert, durch einen Klick die Verbindung zu einem sozialen Netzwerk herzustellen, beispielsweise um Inhalte zu teilen. Die Verbindung wird dann erst durch den Klick hergestellt und ist somit datenschutzkonform.

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