01.03.2017 /

Wie Social Influencer mit Video-Marketing die Werbetrommel rühren

Immer mehr Unternehmen setzen für ihr Video-Marketing auf Social Influencer. Welche Rolle spielt das Bewegtbild im Marketing wirklich und wann macht es Sinn, mit YouTubern & Co. zusammenzuarbeiten?

Was in den 90er Jahren einst einen absoluten Hype erlebte, gerät nun – in Zeiten neuer digitaler Medien – mehr und mehr in Vergessenheit: Das Fernsehen. Durch den Umstieg vieler TV-Zuschauer auf Streamingdienste wie Netflix wird auch die Reichweite von TV-Werbung immer geringer. Klassische TV-Werbeblocks werden nicht zuletzt wegen der erheblichen Produktionskosten nur noch von etablierten Produktsparten und Unternehmen genutzt. Grund ist vor allem, dass Bewegtbilder immer mehr in sozialen Medien konsumiert werden – und der Trend bewegt sich auch weiterhin rasant nach oben.

Bewegtbild ist im Trend

Auch wenn TV out ist, spielt das bewegte Bild nach wie vor eine große Rolle im Marketing. Ganz besonders die sozialen Netzwerke werden täglich mit Unmengen an Video-Content bespielt, der teilweise beachtliche Reichweiten und virale Effekte erzielt. Für Marketer besonders interessant: Der Trend findet zeitgleich auf allen relevanten Social Media-Kanälen statt und ist nicht mehr nur auf YouTube begrenzt. Insbesondere Facebook, Instagram und Twitter erleben gerade einen Video-Boom.

Videos lösen damit die unbewegten visuellen Inhalte, Fotos, Bilder und Infographiken in ihrer Popularität bei den Social Media Crowds ab. Schon jetzt setzen sich Videos und Bewegtbilder wesentlich stärker im Newsfeed durch und erzeugen die Awareness, die sich mit statischen Bildern kaum mehr erreichen lässt.

Wie kommen Influencer ins Spiel?

Doch wie bekommen diese Videos den notwendigen Charme und die Emotionen, die Unternehmen gerne transportieren möchten? Die Produktion eines Videos ist wesentlich umständlicher als die Produktion unbewegter visueller Inhalte. Wenn diese noch dazu viral sein sollen oder bestimmte Emotionen und Werte transportieren wollen, darf der Ressourcenaufwand für die Produktion nicht unterschätzt werden.

Viele Unternehmen und Agenturen nutzen deshalb die Kooperation mit Social Influencern, die Videos für sie oder mit ihnen produzieren und für die Distribution ihren eigenen Kanal zur Verfügung stellen. Social Influencer sind Personen, die auf sozialen Medien eine aktive Fangemeinde haben und diese an ihrem Leben, ihren Gedanken, ihrer Arbeit oder einem Projekt teilhaben lassen. Nicht selten werden Influencer als versteckte Werbebotschafter eingesetzt, die Produkte präsentieren und ihrer Community ihre „objektive“ Meinung dazu wiedergeben. Die authentische Präsentation sorgt dabei für einen Werbeeffekt, der die Abonnenten zum Kauf der Produkte anregt.

Die Kooperation mit Social Influencern ist für Unternehmen verhältnismäßig kostengünstig und kann gleichzeitig eine große Zielgruppe erreichen. Video Influencer sind auf allen gängigen Plattformen mit ihren Beiträgen präsent. Es handelt sich vor allem um Vlogger, Youtuber, DIY-Tutorials oder auch Personen des öffentlichen Lebens. Mit ihren Videos erreichen sie innerhalb von kurzer Zeit Millionen von Abonnenten.

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Macht der Einsatz von Influencern für mein Unternehmen Sinn?

Die Arbeit mit Influencern lohnt sich insbesondere, um neue oder jüngere Zielgruppen zu erschließen. Gerade in kurzen Kampagnen oder kleineren Kooperationen können Unternehmen sich auf besonders spezifische Zielgruppen konzentrieren. In langfristigen Programmen oder einer Partnerschaft können Branding und ein positives Markenimage transportiert werden.

Mittels dieser Methode sind Unternehmen in der Lage, ihre Netzwerke innerhalb kurzer Zeit stark wachsen zu lassen. Doch die Zusammenarbeit mit Influencern birgt auch Risiken, ähnlich wie klassische Werbeverträge mit prominenten Werbepartnern. Denn der Erfolg der Kampagne steigt und fällt auch mit der Popularität und Beliebtheit der Stars, die dabei im Mittelpunkt stehen. Unternehmen sollten sich deshalb nur mit einer sinnvollen Strategie auf die Suche nach Influencern begeben, denn andernfalls droht das Projekt zu scheitern.

Erfolgsfaktoren bei der Zusammenarbeit mit Influencern

Bei der Kooperation mit Social Influencern ist eine strategische Herangehensweise unerlässlich, um spätere Enttäuschungen zu vermeiden. Bevor eine Zusammenarbeit eingegangen wird, sollte vorab überprüft werden, ob die von ihm adressierte Community auch der anvisierten Zielgruppe des Produktes bzw. Unternehmens entspricht.

Um einen geeigneten Partner zu finden, sollte darauf geachtet werden, welche Kanäle diese vorrangig bedienen und ob diese zur Mediennutzung der eigenen Zielgruppe passen. Manche Influencer sind zwar auf allen relevanten Kanälen präsent – aber nicht auf allen gleichermaßen beliebt. Ähnlich sieht es bei den Zielgruppen aus: viele haben Accounts auf allen Plattformen, präferieren aber eindeutig ein Netzwerk vor dem anderen.

Der Umgang des Influencers mit dem Netzwerk und der Produktplatzierung ist ein weiteres entscheidendes Kriterium für die erfolgreiche Kooperation. Influencer die bereits eine große Anzahl an Produktplatzierungen haben, eignen sich womöglich wenig für eine zusätzliche Kooperation. Wie gehen der Influencer und dessen Zielgruppe mit Produktplatzierungen um? Welche Werte werden dabei transportiert? Dies sollten Leitfragen sein, die sich durch die Marketingstrategie ergeben und in der Auswahl der Partner ihren Platz finden. Nur wenn alle diese Komponenten zusammenpassen und ein schlüssiges Gesamtbild abgeben, hat Video-Marketing über Social Influencer Erfolg.

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