Wie die Bounce Rate richtig interpretiert werden kann

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13. Sep 2018

Die Absprungrate (auch Bounce Rate) ist ein wichtiger Indikator für den Erfolg einer Webseite. Dabei hängt die Beurteilung der Höhe der Absprungrate vom Zweck der Webseite ab. Wie ist die Bounce Rate mit Hilfe von Google Analytics also zu beurteilen und wie kann Sie optimiert werden? Erfahren Sie mehr zu Relevanz, Interpretation und Optimierung der Absprungrate in Google Analytics im Blogbeitrag.

Ankommen und gleich wieder weiterziehen – genau darum geht es bei der Absprungrate. Gezählt werden bei der Bounce Rate diejenigen Website-Besuche, die nur einen einzigen Seitenaufruf und keine weiteren Aktivitäten auf der Domain erzeugen. Ihr Anteil an den Gesamtbesuchen bildet die Absprungrate, angegeben wird sie in Prozentzahlen. Für die Implementierung und Feinjustierung von Marketingaktivitäten ist sie ein wichtiger Fingerzeig.

In Analyse-Programmen wie Google Analytics lässt sich die Absprungrate für jede einzelne Unterseite einer Domain ebenso einsehen wie der Durchschnittswert der gesamten Website. Je höher die Bounce Rate ausfällt, desto mehr Internet-User verlassen die Domain sofort wieder. Pauschale Grenzwerte gibt es nicht, weil sie von zu vielen Faktoren abhängen. Bei einigen Marketingprofis herrscht aber die Überzeugung, dass bei einer Absprungrate von 50 Prozent unbedingt nachjustiert werden sollte – was bedeutet, dass mehr als die Hälfte aller Besucher die Website nach wenigen Sekunden wieder verlassen.

Allerdings variieren diese Zahlen je nach Branche und Zweck einer Website – Benchmarking ist vonnöten. Seiten, auf denen sich sehr viele Informationen finden, weisen oft eine höhere Bounce Rat auf. Nutzer erreichen sie häufig ohne exakte Zielvorgabe über Suchmaschinen und verschwinden wieder, wenn sie nicht genau das finden, wonach sie gesucht haben. Anders verhält es sich bei bekannten Marken, die gezielt über eine Direktangabe angesteuert werden. Dem Direkteinstieg folgen dann fast immer weitere Seitenaufrufe. Hier würden Bounce Rates um die 50 Prozent alle Alarmglocken schrillen lassen.

Welche Rolle nimmt die Bounce Rate bei der Bewertung im Google-Ranking ein?

Umstritten ist die Frage, welche Rolle die Bounce Rate im Suchmaschinen-Ranking von Google und Co. spielt. Es gibt Anzeichen dafür, dass eine niedrige Absprungrate honoriert wird, wichtiger und für Google besser messbar scheint aber die SERP-Return-Rate zu sein. Sie steht mit der Absprungrate in Verbindung und misst die Nutzerzahl, die innerhalb einer bestimmten Zeitspanne von einer aufgerufenen Website zu den Suchergebnisseiten (SERP) zurückkehrt.

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Damit wird auch deutlich, dass die Absprungrate unverzichtbar ist, um strategische Entscheidungen zu einer Website zu treffen. Die Bounce Rate kann jedoch nicht unabhängig von anderen Richtgrößen beurteilt werden. Für ein realistisches Bild muss die Absprungrate unter anderem in Relation zur generellen Verweildauer der User gesetzt werden. Spannend ist, ob bekannte oder neue Besucher abspringen. Außerdem ist es wichtig, die Traffic-Quelle zu erkunden, also nachzuforschen, von wo der User auf die Website gelangt ist. Im Umkehrschluss bedeutet das: Eine hohe Absprungrate ist nicht in jedem Fall ein schlechtes Zeichen.

Was sind die Gründe für eine hohe Bounce Rate?

Die Gründe für eine hohe Absprungrate können vielseitig sein und lassen sich nicht eins zu eins aus den Zahlen ablesen. Interessanterweise haben sehr übersichtlich gestaltete Websites manchmal eine hohe Absprungrate. Nutzer finden hier auf Anhieb die Information, die sie gesucht haben, und verlassen die Seite zeitnah wieder. Auch technische Fehler führen bisweilen zu hohen Absprungraten, wenn beispielsweise fehlerhafte Trackings oder falsch eingebundene Codes bestehen.

Anlass zu Veränderungen besteht, wenn die Bounce Rate besonders hoch ist oder plötzlich nach oben steigt. Marketer sollten dann reagieren, um positive Nutzererlebnisse zu ermöglichen und negative zu minimieren. Erste Maßnahme: Ursachenforschung. Hohe Bounce Rates können zahlreiche Gründe haben: schlechtes Design, minderwertiger Content, Überfrachtung der Seite mit Werbung, irreführende Keywords und so weiter. Ist eine Schwachstelle ausgemacht, geht es ans Optimieren, damit die Basics wieder stimmen und die Bounce Rate sinkt: schnelle Ladezeit, einfache Navigation, relevanter Content, ansprechendes und hochwertiges Design.

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