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Wie Sie auf Facebook organische Reichweite erzielen

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29. Aug 2018

Die Inhalte auf Facebook explodieren, dadurch sinkt die Reichweite für jeden einzelnen Post. Unternehmen können nun Geld in die Hand nehmen, um den Verlust auszugleichen, aber organische Reichweite kann mit ein paar Kniffen auch kostenfrei gesteigert werden.

Organische Reichweite ist kostenfrei und wird durch hochwertige Inhalte erzeugt, nicht durch Masse. Sie wird gemessen in der Zahl der Facebook-Nutzer, die einen Beitrag durch unbezahlte Verbreitung gesehen haben. Die organische Reichweite wird von einigen Faktoren bestimmt: aktuell interagierende Personen, historische Daten über ähnliche Inhalte, Art und Qualität des Inhalts, Tageszeit, genutztes Gerät etc. Ein Algorithmus rechnet die Relevanz eines Inhalts aus und stellt ihn in Newsfeeds oder eben nicht.

Wie Facebook Relevanz ausrechnet

2006 führte Facebook den Newsfeed ein. Ein simpler Algorithmus wies den Beitragsformaten Punkte zu, maß Interaktionen und brachte die Beiträge dann in eine Reihenfolge. Später flossen auch Aktualität der Beiträge und die Beziehung zwischen Beitragsautoren in das Ranking des Newsfeeds ein: Der Algorithmus nannte sich dann EdgeRank. Er wurde schon 2011 von komplexeren Algorithmen abgelöst, die maschinelles Lernen nutzten, und heute noch im Einsatz sind. Sie passen sich den Nutzern an: Wer kaum auf 360-Grad-Bilder klickt, bekommt auch weniger angezeigt. Für Nutzer kann das gut sein, Werbetreibende macht es nicht glücklich, denn mühsam erkämpfte Reichweite geht nun verloren. Die Rückgänge sind teils drastisch.

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Die Gründe für den Rückgang liegen in der Flut an Beiträgen, die niemand mehr aufnehmen kann. Folglich sortiert der Facebook-Algorithmus die Beiträge im Newsfeed streng aus. Doch müssen Unternehmen nun Geld in die Hand nehmen, um die weggebrochene Reichweite auszugleichen? Ja schon, denn mit bezahlten Beiträgen können Unternehmen auf Facebook Reichweite mit einer hohen Zielgruppengenauigkeit schaffen. Aber auch organische Reichweite kann und sollte optimiert werden.

So schaffen Sie organische Reichweite

  • Posten Sie Klasse statt Masse: gute Beiträge sollen Interaktionen erzeugen. Sie sollen etwas beibringen, unterhalten, zum Nachdenken anregen etc.
  • Nutzen Sie attraktive Formate: Text kann Interaktionen erzeugen, wenn er sehr gut ist, ebenso Bilder. Aber ansprechendere, höher gerankte Formate sind kurze Videos, die auch ohne Ton auskommen sollten, und längere Live-Videos.
  • Kleiner Tipp: Achten Sie auf das Format und Seitenverhältnis eines Videos. Snapchat, Instagram und auch Facebook nutzen verstärkt das Hochformat, das mobilen Geräten entgegenkommt.
  • Nutzen Sie Trigger-Wörter: „Glückwunsch“ weißt auf ein relevantes Ereignis hin.
  • Ermutigen Sie Fans platt und direkt, mit Ihren Beiträgen zu interagieren.
  • Wenn Sie über Online-Marketing Kunden gewinnen wollen, sollten Sie die meiste Zeit in gute Inhalte für Ihre Website und Ihren Blog investieren: Blogartikel, E-Books, Fallstudien oder Videos. Ihre einmal erarbeiteten Inhalte können lange Zeit Traffic und Leads generieren. Posten Sie Auszüge der Inhalte auf Facebook und nutzen Sie die organische Reichweite. Aber ergänzen Sie das Engagement durch bezahlte Reichweite, wenn Sie das Budget bereitstehen haben. Dann ist das System eine Maschine, die zur Markenbildung beiträgt, aber auch direkt Kunden gewinnen kann.

    Optimierung durch Daten

    Wer zielgerichtet seine organische Reichweite und damit gewonnene Leads etc. optimieren will, braucht Daten. Über Facebook lassen sich Conversions nachverfolgen, Zielgruppenstatistiken und individuelle Berichte abrufen. Mit diesen Zahlen lässt sich die organische und bezahlte Reichweite ausbauen und die Performance des Marketings steigern

    Doch wird Facebook seine Algorithmen weiter ändern, was die Reichweite immer wieder einbrechen lassen kann. Entsprechend sollten Unternehmen ihre Content-Strategien anpassen. Dann kann die organische Reichweite dazu beitragen, Leads und Kunden zu generieren.

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